9. November 2015

8. November 2015

Gesehen am 6.11.2015 : Jimmy Cornett and The Deadmen / The Prymates im Hypothalamus Rheine


Ein tolles Konzert im gut gefüllten Rheinenser Hypothalamus liegt hinter uns. 
Inhaber John hatte zum Abend mit Jimmy Cornett and The Deadmen geladen. Die Location glänzt durch eine gepflegt-gemütliche Atmosphäre und zügiger, aber unaufdringlicher Bewirtung an den im hinteren und seitlichen Bereich schön platzierten Tischen. So lässt es sich aushalten. 

Der Chef eröffnete den Abend gegen 20 Uhr mit seiner üblichen Ansage der Marke Alan Bangs und ab ging es mit der Münsteraner Vorgruppe The Prymates um Sänger Gordon, dem (hoffentlich tue ich ihm jetzt nicht Unrecht) geschätzt um die 60-Jährigen, gebürtigen Briten mit seinen Jungs. Der Mann hat eine unglaublich kraftvolle Stimme und der zunächst leicht rumpelig-zaghafte Pubrock wusste mit zunehmender Spielsicherheit so zu gefallen, daß meine holde Gattin sich voller Begeisterung gleich die CD von den stolzen Bandmitgliedern signieren ließ. Die Band spielt übrigens am 12.Dezember direkt bei uns in Borghorst (Cafe Klön), da sind wir natürlich gerne wieder dabei und berichten.


Dann Jimmy Cornett & The Deadmen. Leute ! Wenn ihr mal die Möglichkeit habt, geht da unbedingt hin !!!
Die Livepräsenz der vier Vollblutrocker ist nicht ansatzweise zu vergleichen mit den ohnehin schon guten Studioaufnahmen. Stellt Euch mal vor, die Stray Cats treffen auf John Lee Hooker. Das Ganze gewürzt mit einem trotz rauher Schale hochsympatischen Frontmann, und einer tollen Band. E-Gitarre, Upright-Bass und ein Phil Rudd-Klon (ohne Dauerfluppe) an den Kesseln. Ihr, ich nenne es mal Boogie’n'Roll zieht sogar die Fanschar aus Ostfriesland ins dröge Münsterland und das will was heissen. Cornett selber erfreut sich beim Anblick der Zuschauer, so um die 150, über stetig wachsende Zahlen. Und als hätte es ZZ-Top nie gegeben, grooven sich die Jungs in eine gut 3-stündige!!!! Ekstase, die dem Publikum alles abverlangte, mir persönlich aber etwas zu lang dauerte. Besonders die Cornett’schen Improvisationen haben mir phasenweise etwas den Zahn gezogen, einfach nur deshalb, weil sie zu lange dauerten. Jedenfalls zockten sich die Deadmen durch die Highlights ihrer beiden Alben Raise The Dust und The Ride, insbesondere Devil Got My Soul, Guardian Light und Lecker sind wahre Live-Hämmer. Mein persönliches Highlight war allerdings die gelungene Version des Hooker-Hits Boogie Chillen'...da teilt sich die Spreu vom Weizen und die Jungs haben die schwierige Nummer mit Bravour und viel Groove gemeistert.
Chapeau !

Ganz nebenbei waren wir von der Atmosphäre im Hypothalamus wieder mal begeistert.

Ausgelaugt aber glücklich, ging es mit knurrendem Magen um halb zwei Nachts erstmal ins nächstbeste Qualitäts-Schnellrestaurant und so endete der knackige Abend mit einem fettigen Fast-Food-Happen...

7. September 2015

Mad Max - Thunder, Storm And Passion




Steamhammer / SPV - 28.August 2015 - 52:55 + 41:59 Min. 
www.madmaxofficial.de


Die Songs:
  1. Losing You
  2. Rolling Thunder
  3. Thoughts Of A Dying Man
  4. Never Say Never
  5. Lonely Is The Hunter
  6. Stormchild
  7. Heroes Die Lonely
  8. Burning The Stage
  9. Wait For The Night
  10. Night Of Passion
  11. Heart's On Fire 
  1. Burning The Stage
  2. Night Of Passion
  3. Rolling Thunder
  4. Wait For The Night
  5. Lonely Is The Hunter
  6. Never Say Never
  7. Fly Fly Away
  8. Thoughts Of A Dying Man
  9. Fox On The Run
 

Rollin' Thunder und Stormchild heissen die beiden Platten aus der Mad Max Frühphase ('84,'85), die ich nach dem Willen meines damaligen Berufsschul-Kollegen "unbedingt und sofort kaufen" musste. Die beiden Scheiben gehörten denn auch jahrelang zu meiner Sammlung, irgendwann verlor ich die Jungs aber aus den Augen. Der melodiöse Metal, für den Mad Max standen (und stehen), hatte es mir dann doch nicht so sehr angetan, "Poserkacke" war das damals für uns Thrash Metal Fans. Aber: Es sind viele gute Songs hängengeblieben, Rollin' Thunder habe ich mir neulich sogar als CD noch einmal gekauft. Und als ich dieser Tage las, dass die Jungs die besten Stücke ihrer Alben Rollin' Thunder, Stormchild und Night Of Passion neu eingespielt haben, war im Grunde klar dass ich da mal reinhören sollte.

Thunder, Storm And Passion kommt im Doppelpack, auf der ersten CD gibt es erwähnte Klassiker, CD2 bietet ein klasse Konzert des Bang Your Head Gigs aus dem Jahre 2014.


Die Frage bei Neueinspielungen ist ja, was sich Band und Käufer davon versprechen. Ich habe durchaus ein wenig schlucken müssen als ich Sänger Michael Voss nach so langer Zeit wiedergehört habe und er mit seinen ersten, deutlich rauheren Tönen in Fly Fly Away oder Rolling Thunder einstieg. Es liegen immerhin satte 31 Jahre zwischen Original- und Neuaufnahme, was man seiner Stimme deutlich anhört. Ich meine das aber überhaupt nicht negativ, denn Voss kann es immer noch, ich finde ihn heute nicht schlechter als früher. Eben anders. Ich schwelge denn auch schnell in alten Zeiten, als ich Mad Max in meinem alten Audi80 aufgedreht habe. Fans werden sowieso zugreifen und wer die Jungs um Gitarrist und Bandgründer Jürgen Breforth bisher noch nicht kennt, kann hier einen schönen Einstieg finden. Ausserdem sollte man die Augen offen halten, vielleicht finden sich die alten Originalplatten ja noch irgendwo, da lohnt der Zugriff nämlich auf jeden Fall.
Mein ewiges Highlight, Thoughts Of A Dying Man habe ich auch in dieser Version als echte Perle ausgemacht und mit den letzten vier Tracks die Höhepunkte des mir unbekannten vierten Albums Stormchild kennengelernt. 

Selbst wenn es Mad Max nicht ganz an die Spitze der deutschen Metalbands geschafft haben, woran auch immer das gelegen hat, möchte ich sagen: An der Qualität ihrer Musik hat es nicht gelegen.

Ich darf Mad Max gratulieren, die Aktion hat sich gelohnt. Dazu gibt es eine zweite CD, die einen knackigen Live-Mix der Mad Max Classics enthält, plus dem The Sweet Cover und damaligen Hit Fox On The Run (wurde übrigens seinerzeit auf einer tollen Picture Disc angeboten, die ich leider ebenfalls verscheuert habe...).

Leute, nehmt Euch einfach mal einen Moment Zeit und hört in Thunder, Storm And Passion rein. Wer auf Bands wie Dokken, Bonfire oder von mir aus auch Bon Jovi steht, liegt hier garantiert richtig.


9. Juni 2015

Blueshifters - Mood for Blues


2015 - 23:10 Min.

Die Songs:
  1. Mood For Blues
  2. Born Under A Bad Sign
  3. Tush
  4. I'll Take Care Of You
  5. You Can Have My Husband
  6. Dengue Woman 

7 von 10 : De Pankoken is rund


Daß das Münsterland eine ganz feine Bluesband sein "Eigen" nennen darf, durften Kumpel Udo und ich im letzten Herbst erfreulicherweise feststellen. Die Blueshifters gaben an jenem Abend im November im Altenberger Mixed ihr Stelldichein. 



Der Münsteraner 5er, bestehend aus Schlagzeuger Ingo Baving, Bassist Christian Bülter, Gitarrist Lukas Bartholomei und dem Gesangsduo Sonja Hamberger und Christoph Goldkuhle, schaffte es vom Start weg, das zahlreiche Publikum zu begeistern. Dabei kann Bluesrock, so angenehm er sich hören lässt, so schwer sein. Wenn diese Musik nämlich nicht groovt oder gar unterkühlt 
wirkt, und da können die Protagonisten noch so versiert sein, springt kein Funke über. Im Fall der Blueshifters sieht es glücklicherweise so aus, dass das Gesamtpaket einfach passt. 

Die Band hat mit dem Gesangsduo Sonja und Christoph einen Glücksgriff getan und zwei markante Aushängeschilder ganz vorn im Ring. Ingo und Christian machen in ihrer Eigenschaft als Rythmussektion auf den Punkt was sie sollen, und bereiten den soliden Nährboden für eine Teamleistung, die sich wirklich hören lassen kann. Und sowas macht live eben viel Laune...



Womit wir bei vorliegender CD wären. Denn die Frage ist, wie die Shifters ihren tighten Sound im  Studio reproduziert haben.  
Ich mache es kurz: Mood For Blues ist exakt das was ich erwartet, worauf ich mich gefreut habe: Sechs Songs, die die Band gestern Abend so noch hätte live spielen können. So ehrlich und griffig wie ich die Blueshifters in Erinnerung habe, präsentieren sie sich auch auf dieser CD, sauber aufgenommen und knackig abgemischt im Mühlheimer Electric Mojoland Studio.

Wir bekommen einen schönen Mix aus verschiedenen Blues, vier Coverversionen und eine Eigenkomposition serviert. Der in feinster Fabulous Thunderbirds-Manier groovende Opener Mood For Blues mit einem kraftvollen Christoph am Mic, eröffnet die CD sehr knackig und überraschend virtuos. Sämtliche Instrumente sind im Mix klar wahrnehmbar und haben ihre Momente. Mood For Blues stammt übrigens aus der Feder von Lukas Bartolomei, dem Gitarristen der Band. Hut ab, die Nummer ist von vorne bis hinten ganz fein durcharrangiert und muss sich vor höherem Anspruchsdenken wirklich nicht scheuen. Mit seinem kurzen Solo im Mittelteil setzt Lukas ausserdem als Gitarrist einen fetten Akzent ! Darüberhinaus möchte ich die feine Harp von Christoph erwähnen. Die Blueshifters dürfen stolz auf den Mann sein, seine Harp dominiert nicht, garniert das Menu aber. Respekt !

Die Blueshifters bei der Studioarbeit

 Albert Kings Standard Born Under A Bad Sign, stilvoll und keinen Deut weniger kräftig garniert vom hellen, sehr schönen Gesang Sonjas, läutet die zweite Runde ein. Mir macht es einfach Spaß, wenn man die Energie einer Stimme wahr- und den Leuten den Spaß an der Nummer abnimmt.
ZZ-Tops Tush, eins der Live-Highlights der Shifters, entfaltet besonders auf der Bühne ihren hart-treibenden Reiz und Mitgröhlcharakter, kann mich auf der CD dann nicht ganz überzeugen. 
Gemeinerweise steigt mir das Original in den Kopf und natürlich verlieren die Shifters dieses Duell. Das hängt vielleicht auch mit der Tatsache zusammen, dass wir eben nicht englischsprachig aufgewachsen sind. Die etwas holprige Aussprache finde ich nicht allzu dramatisch, aber eine Kritik zu schreiben heisst auch solche Dinge anzusprechen. 

I'll Take Care Of You ist eine schöne Nummer aus dem Jahr 1959, im Original von Bobby Bland gesungen und vielfach gecovert. Die Blues-Ballade reisst mich aber ehrlich gesagt nicht vom Hocker. Erstens erscheint mir die CD für eine Ballade um mindestens zwei Titel zu kurz, zweitens hat Beth Hart die Messlatte dank ihrer einzigartig-souligen Stimme nun mal verdammt hoch gelegt...obwohl Sonja ihre Sache richtig gut macht. Für mich passt es aber einfach nicht.
Dem folgenden (You Can Have My Husband But) Don't Mess With My Man hingegen steht der Umzug ins deutlich bluesigere Lager sehr gut zu Gesicht. Die ursprüngliche R&B Nummer gewinnt an Energie und macht Laune. Sonja blüht regelrecht auf und darf zeigen, was in ihr steckt, immerhin wurde das Stück live im Studio aufgenommen. Auch hier wieder bemerkenswert das pumpende Zusammenspiel sämtlicher Instrumente: Bass, Schlagzeug, Gitarre und Harp...
Das fiebrige Dengue Woman Blues stammt aus der Feder eines gewissen Jimmie Vaughan, dem Gitarristen der Fabulous Thunderbirds (hatten wir die heute nicht schon?) und großen Bruder des 1990 verstorbenen Stevie Ray. Die Nummer kennt ihr vielleicht aus dem Film From Dusk Till Dawn, sie wurde für dessen Soundtrack verwendet. Dengue Woman ist mit über sechs Minuten der längste Track und stellt den Abschluss einer unerwartet schönen CD mit vielen Höhepunkten und ein, zwei Schwächen.
Ich gebe ja immer eine Note, weil sich das so gehört und möchte meinen dass sieben von zehn angemessen sind.
Die Blueshifters haben echtes Potential und können Songs schreiben. Wenn sie das nun konsequent umsetzen und Gigs bekommen, darf sich die Bluesgemeinde der näheren oder weiteren Umgebung auf eine ereignisreiche Zukunft freuen... 

Wer Interesse hat, die CD der Blueshifters käuflich zu erwerben, melde sich bei Ingo unter I.baving@gmail.com.

24. April 2015

Die Münsterhood : Die Blueshifters haben ihre erste Platte im Kasten !

Werte Freunde gepflegten Bluesrocks !

Wie Schlagzeuger Ingo Baving soeben via Facebook verlauten lässt, stehen die
Blueshifters kurz vor der Fertigstellung ihres ersten Albums. 
Die noch unbetitelte CD wird in den "nächsten Wochen" erscheinen. 

Mehr demnächst auf Münsterland Rocks...

Ein erster Vorgeschmack für alle Ungeduldigen :


Ich nehme den Mund wohl nicht zu voll, wenn ich behaupte daß wir uns auf 
ein starkes Album freuen dürfen...
 

12. Januar 2015

Nitro - Logitronic / Schizo


1982 - 9:14 Min.
Keine Homepage, kein Label

Die Songs:

A - Logitronic 4:44
B - Schizo 4:30

8 von 10 :  Hoot af

Ein ganz besonderes Juwel münsterländischer Musik ist mir vor ein paar Jahren (wieder) in die Hände gefallen. Die Steinfurter NITRO hatten Anfang der 80er Jahre eine EP mit nur zwei Songs (Logitronic und Schizo) in Eigenregie veröffentlicht. Die inzwischen rare Scheibe möchte ich Euch jetzt gern vorstellen.

Vorab jedoch noch schnell eine Anmerkung in eigener Sache. Was die Platte für mich persönlich so bemerkenswert macht, ist zwar nebensächlich, aber schnell erzählt: Ich hatte mir in der Zeit der Veröffentlichung, also als junger Teenie, einen Job als Helfer eines Porzellangrosshändlers gesucht. Das war bei der Borghorster Firma Lohmeier, dessen Sohn Gert Keyboarder bei NITRO war. Ich interessierte mich schon damals sehr für Rockmusik und so kamen wir schnell ins Gespräch. Nicht nur, dass der liebe Gert mir beibrachte wie man sich seine Fluppen selber dreht, nein er schenkte mir eine Kopie der soeben veröffentlichten Platte (die in meiner Sammlung allerdings ein kümmerliches Dasein fristete). Meine Musik war das zu der Zeit leider nicht, und als dann Jahre später der Markt von der CD überfallartig geblendet und unterwandert wurde, erging es mir wie vielen anderen Vollpfosten auch. Ich erlag der Versuchung, meine Schallplattenschätze durch emotionlose Silberlinge zu ersetzen. Ihr könnt es Euch sicher denken...auch die NITRO-EP kam bei Rock & Beat in Münster unter den "Ich Vollidiot verschenke heute eine gepflegte Plattensammlung und ärgere mich für den Rest meines Lebens" - Hammer. Ich liess meine Vinylschätze damals jämmerlich im Stich und darf ihnen zur Strafe heute noch hinterherheulen...

Naja, die Jahre vergingen, ich wurde erwachsen, oder sagen wir ich wuchs heran...und in der Nachbarschaft (um es genau zu sagen, ein Haus weiter) stand all die Jahre eine sehr gut erhaltene Kopie herum, von der ich nix wusste. Mein Nachbar hatte nämlich kurz vor mir auch als Helfer für den Gert bzw. dessen Eltern gejobbt und ebenfalls eine Kopie (ja, Gert muss sehr stolz gewesen sein) geschenkt bekommen. Er hat übrigens nie angefangen zu quarzen..

Ich habe sie ihm dann natürlich abgeschwatzt, für ihn auf CD gebrannt und durfte das Teil fortan in mein Plattenregal stellen, wo es heute wohlbehütet aufbewahrt wird. Unnützes Wissen, ich weiss...aber das will halt auch mal erzählt werden. Zurück zum Wesentlichen:

NITRO bestand aus folgenden Musikern:
  • Souly Bäumer - Gesang
  • Udo Dinkelbach - Gitarre / Chorus
  • Gert Lohmeier - Tasteninstrumente / Chorus
  • Achim Plass - Bass / Chorus
  • Hans Joachim Wiens - Schlagzeug

Musikalisch ging das Ganze in die klassische 80er Jahre Deutschrock - Richtung mit ganz leichtem New Wave Einschlag, hörbar beeinflusst von lokalen Bands wie Marylin oder der Törner Stier Crew, als auch von der damals grassierenden Neuen Deutschen Welle, ohne aber die grenzwertige Debilität späterer NDW-Clowns zu erreichen. Der Keyboardsound, besonders in Logitronic hörbar, ist in der heutigen Musik so jedenfalls nicht mehr vorstellbar.

Was mich beeindruckt ist die selbstbewusste Musik und handwerkliche Qualität der damals noch jungen Musiker, als auch die erstaunlich gute Produktion, für die ein gewisser Carl Cordier verantwortlich zeichnete. Dessen 1978 gegründete Firma Westfalen Sound firmiert heute übrigens als PoolGroup GmbH mit Firmensitz Emsdetten und betreut neben musikalischen Events auch Grossveranstaltungen der Politik. Wie gesagt, die Scheibe ist erstaunlich sauber produziert, ob nun Gitarre, Bass oder Schlagzeug, sämtliche Instrumente sind sehr gut heraus zu hören. 

Die Aussage der beiden Stücke ist sicherlich nicht Pulitzerpreis-verdächtig, darf aber als interessant betrachtet werden:  
"Elektronikmenschen, absolut perfekt, atomare Körper, sorgsam durchgecheckt. Unsichtbare Waffen, sauber, sicher, schnell. Digitales Denken, ultradimensionell." oder der Refrain "Elektronik wunderbar, Japan und Amerika...usw." lassen in Logitronic natürlich erkennen, wann die Platte erschien, nämlich 1982, in der Zeit des Kalten Krieges. In der Zeit der beginnenden Computerisierung, die von einer unterschwelligen Verunsicherung durch die Ost-West Politik und der entsprechenden Berichterstattung, als auch enormen technischen Neuerungen geprägt war. Entsprechend unnahbar-unterkühlt ist die Atmosphäre des Stückes denn auch ausgefallen.  

Die B-Seite Schizo hingegen ist eine astreine Rocknummer, die zwar einen eher problembezogenen Hintergrund der Marke "Ich schleiche durch die Gassen uns'rer alten Stadt. Ich hab kein' Bock auf Leute, ich hab die Menschen satt...Schizophrenie" spendiert bekommen hat, durch die bluesrockige Atmosphäre jedoch eher eine lockere Stimmung transportiert. Mir gefällt, dass die Jungs es damals geschafft haben, ihre Musik richtig grooven  und in keinem Moment hölzern oder gar amateurhaft wirken zu lassen. Schade dass es keine weiteren Aufnahmen von NITRO gibt, zumindest ist mir nichts bekannt...

Was die Musiker heute so machen, ist mir bis dato nicht bekannt. Hansi Wiens wohnt in Laer und betreibt ein Busunternehmen, Udo Dinkelbach wohnt in Burgsteinfurt und hat mit seiner Ehefrau ein kleines Heimstudio eingerichtet, in dem er seine eigene Musik produziert, Gert habe ich nie wieder gesehen, er ist aus Borghorst unbekannt verzogen und was der Rest der Truppe macht, finde ich sicher irgendwann einmal heraus.

Ich würde Euch die beiden Songs gern hier präsentieren, möchte dies aber nicht ohne ausdrückliche Genehmigung tun. Mal sehen ob aus dem angekündigten Interview doch noch etwas wird. Vielleicht gibt es dann ja auch interessante Details über die Geschichte der Band NITRO zu vermelden.

So long...

7. Dezember 2014

Gesehen : Stoppok

Freunde der Nacht. 
Ich bin grad zurück aus Münster und lasse den Abend hier noch schnell Revue passieren. Stefan Stoppok hat den zweiten Teil seiner Tour zur aktuellen Platte "Popschutz" eingeläutet, hat die Band in den Weihnachtsurlaub geschickt und präsentiert sich noch bis zum 23.Dezember mit einem Soloprogramm.  
Stoppok und seine Gitarre, sonst nix. Gut, die Füße geben in bester Straßenmusiker-Manier den Rhythmus vor, aber ansonsten Stoppok unplugged.


Tja, und was soll ich sagen. Neben einem miesen Foto habe ich nur Gutes zu berichten. Stoppok zieht mit seiner unnachahmlich schnoddrigen Art und seinem hervorragenden Gitarrenspiel das Publikum vom Fleck weg in den Bann. Seine Musik, sein unnachahmliches Talent, Allerweltsproblematiken und -situationen mit viel Humor, aber treffend-realistisch zu beschreiben, macht einfach Laune und begeistert mich seit Jahren. Wie oft habe ich mich oder meine Mitmenschen in seinen Songs schon wiedererkannt...
Das gut gefüllte Jovel steht nicht mehr dort, wo es mal war, stellt Stoppok fest und freut sich, den Weg zum neuen Standort doch noch gefunden zu haben und überhaupt; wieder in Münster spielen zu dürfen. Er bringt Klassiker wie Aus dem Beton, Schwafel nicht oder Learning By Burning, und Neues vom Popschutz-Album relaxt und derart sympathisch herüber dass es eine wahre Freude ist. Ganz nebenbei hat er stets einen Joke auf den Lippen, verspielt sich einfach mal oder vergisst den Text. Die Leute im Publikum lieben ihn dafür, singen mit und haben Spaß, weil Stoppok ihn auch hat. 
Kurzum, der Mann reisst die Meute in einer Art und Weise mit dass ich mich wundere, warum er keinen Status wie Grönemeyer oder Westernhagen hat. Andersrum betrachtet muss man, und das merkt er selbst an, eigentlich dankbar sein, dass seine Songs von der breiten Masse ignoriert werden: Da sich seine Musik in keinem Radio abnutzen kann, mag er auch heute noch Songs seiner älteren Platten bringen, ohne das Gefühl zu haben, dass das Publikum sich dran sattgehört haben könne.

Stoppok lässt sich zu zwei Zugaben hinreissen und hinterlässt ein begeistertes Publikum. Meine holde Gattin, mich sowieso, hat der Ruhrpottmusiker als Fan hinzugewonnen und wird uns sicher wiedersehen...

Eine gute Nacht und einen schönen zweiten Advent wünscht

Euer Münsterland ROCKS !!!

-Und nochmal sorry für das schlechte Foto-

29. November 2014

T.E.R.M.I.N.E.

Werte Rockfans und -innen

Für dieses Wochenende habe ich leider keine wesentlichen Ratschläge für Euch *heul*. Verbringt, wie ich das auch mache, Eure kostbare Zeit doch einfach mal mit Frauchen oder Herrchen auf dem Sofa oder nehmt ein gutes Buch in die Hand.
Zeit für gute Musik solltet Ihr Euch dann aber am 6.Dezember, also am kommendes Wochenende, nehmen. Denn dann gibt es gleich zwei Möglichkeiten, seinen Ohren mal wieder was Gutes zu tun. Zum einen macht die Bluesinitiative Bluesnote aus Rheine auf ein echtes Highlight aufmerksam: 

Die britische Blueslegende Nine Below Zero gastiert im Hypothalamus und sollte echten Bluesfans eine Anreise wert sein. Mehr Infos zu dem Event bekommt Ihr unter: www.bluesnote.org


Empfehlung Nummer zwo, und da bin ich dann selber mit Anhang zugegen, ist Stefan Stoppok. Der stellt sein neues Album "Popschutz" im Jovel Münster vor, was sicher ein nicht minder hörenswertes Konzert werden wird.
Auch hier natürlich Infos aus erster Hand von mir: www.jovel.de


Viel Spaß wünsche ich Euch !!!

26. November 2014

Quatern mit : Udo Hölscher

So, liebe Freunde der gepflegten Münsterland-Musik. Das versprochene Interview mit dem guten Udo Hölscher liegt nun vor und darf gelesen werden. Ich wünsche Euch viel Spaß mit einigen interessanten Neuigkeiten aus Burgsteinfurt:



Hallo Udo. Möchtest Du Dich und Deine Musik den Münsterland - ROCKS Lesern kurz vorstellen?

1963 in Rheine geboren und mit einigen musikalischen Genen versorgt, begann ich 1979 die Gitarre, den Gesang und das Spielen in einer Band für mich zu entdecken. Von der „Schülerband“ bis zur „Feierabend- oder Wochenendband“ ist es bis heute die schönste Nebensache der Welt geblieben. Ich habe von Beginn an immer auch komponiert und getextet, aber nur zwei Alben veröffentlicht, die kaum auf Resonanz stießen. Das waren unter dem Gruppennamen „Southern Range“ die CD „Have you heard the news?“ (1994 in kleiner Auflage) und unter dem Label „Darkroom“ das weltweit als Download verfügbare „Sexchanger“ (2010), welches erstmals im eigenen Studio produziert und aufgenommen worden ist aber ohne Promotion in die Welt entlassen wurde, weil einfach die wichtige Zeit für die Nachbereitung, sprich Werbung gefehlt hatte.


Wie bist Du dazu gekommen, diese softe aber intensive Musik zu machen ? Brauchst Du manchmal einen Gegenpol zum Alltagsstress?

Vielen Dank für die Beschreibung „intensive Musik“! Dass die meisten Songs eher ruhiger geworden sind, war nicht geplant. Aber ich ertrage keine Musik, die Banalitäten oder künstliche Gefühle in die Welt setzt. Es soll auch keine „Musik für Musiker“ sein, mit ultraschnellen Highend Gitarrensoli, die selbst mir als Gitarrist auf die Nüsse gehen.
Ich habe zwischendurch häufig Jackson Browne, Edith Piaf oder Jacques Brel gehört und war von der Intensität des Vortrags und der Magie der Texte in Harmonie mit der Musik völlig überwältigt. 
Vielleicht konnte ich einen kleinen Teil davon für mich umsetzen.

Wie kommst Du auf die Texte, verarbeitest Du spontane Einfälle oder ist das eher harte Arbeit ? Wann hast Du die besten Ideen?

Ich habe jeden Tag mit vielen Menschen zu tun, mit Ihren Problemen, Ängsten und Nöten. Das alles muss ich irgendwie und irgendwo sortieren und verpacken. Die besten Texte benötigen vielleicht 30 Minuten. Einfach herunterschreiben, was gerade in der Seele brennt. 
Die besten Ideen habe ich, wenn mich irgendetwas berührt hat. Das kann eine Situation sein oder auch nur ein Satz, der vielleicht belanglos gefallen ist. Ansonsten ist Musik 10% Inspiration und 90% Transpiration. Denn von der Idee bis zum fertig produzierten Song ist es viel Handarbeit.


Scripted Reality ist ja Deine erste Platte als Solokünstler. Gibt es bald mehr von Dir zu hören?

Es ist ja keine reale Platte, denn physisch existiert das Album gar nicht. Als ich SCRIPTED REALITY zwischen Mai und Oktober aufnahm, holte ich viele meiner früheren Songs aus dem digitalen Archiv hervor. Immer wenn ich gerade keine Ideen für neue Stücke hatte, nahm ich mir einen vorhandenen Song vor und änderte hier und da etwas an der Instrumentierung oder habe gleich das ganze Stück neu eingesungen. 
Somit ist das nächste Album, welches HOTEL HEADROOM heißen wird, fast fertig.
Davon kann man bereits einige Titel online in der Soundcloud hören. Anknüpfend an die Stimmung von SCRIPTED REALITY soll im kommenden Jahr der Nachfolger erscheinen. Für dieses Album BACK & FORTH sind 4 Titel bereits fertig produziert.


Ich habe Deine CD gehört und ehrlich gesagt mit allem gerechnet, aber nicht mit einer derart professionellen Produktion. Hattest Du Hilfe von außerhalb oder stemmt man sowas auch allein ?

Vielen Dank für dieses Lob! Dann ist ja produktionstechnisch alles gut gegangen. Nein, Hilfe hatte ich nicht obwohl ich anfangs überlegt hatte, die Songs in einem professionellen Studio mastern zu lassen. Das heißt, die beiden Stereospuren, die ja letztendlich übrig bleiben noch einmal mit sauteurem Equipment und durch unbedarfte Ohren veredeln zu lassen. 
Dann habe ich mir bei Youtube unzählige Videos zu diesem Thema angesehen und es schließlich selber versucht. Mein Equipment dazu ist ein handelsüblicher PC, ein USB-Interface, um die Musik in den Rechner zu bekommen und eine entsprechende Musiksoftware. 
Der Rest war „learning by doing“. Musikalisch hatte ich natürlich Hilfe. So halfen mein Bruder Wolfgang Hölscher am Schlagzeug, der Bassist Bruno Burke, mit dem ich in einer Band spiele und Martin Knott, den ich über Ebay Kleinanzeigen kennen lernte, an der Violine mit.


Wo können die Leute Deine Platte überhaupt kaufen ? Man erwartet einen Künstler aus dem Münsterland ja nicht unbedingt in den großen Geschäften oder Internetportalen...

Derzeit gibt es die CD nicht physisch im Plattenladen zu kaufen, sondern ausschließlich als Stream oder Download. Aktuell ist das Album in den Downloadportalen von Spotify, Amazon (weltweit), Medion, iTunes und vielen anderen verfügbar. Da ich (fast) alles in Eigenregie mache und das auch so bleiben soll, fehlt mir für die weitere Vermarktung einfach die Zeit und die Möglichkeit.


Gibt es in absehbarer Zeit Auftritte von Dir und : Dürfen wir mehr erwarten?

Auftritte würde es geben, wenn ich mit meiner Musik so viel Erfolg verbuchen könnte, dass sich so etwas lohnen würde. Aktuell bin und bleibe ich nebenbei der Gitarrist in EVAS BLUES BAND, mit unserem gemütlichen Übungsraum im Wohnzimmer und meinem kleinen Studio in der ersten Etage.


Welcher Song ist Dein Favorit von Scripted Reality?

Ganz schwere Frage! Frage mal eine Mutter nach ihrem Lieblingskind! Aber ich habe tatsächlich 2, nämlich SAVIOR und IN YOUR ARMS. Morgen könnten das schon wieder 2 andere sein…


Die letzte Frage: Welchen Künstler, welche Band aus der Gegend muss Münsterland - ROCKS Deiner Meinung nach unbedingt vorstellen?

Da fällt mir spontan der Martin Knott aus Münster ein. Er hat zwar bei dem Album mitgespielt, nur ich kenne ihn nicht einmal wirklich. Habe mit ihm telefoniert und gefragt, ob er Lust hätte sich zu beteiligen. Dann habe ich ihm meine bereits aufgenommenen Spuren geschickt, er hat seinen Teil dazu gespielt und mir das wieder zurück geschickt. Schon sehr praktisch so ein Internet! Aber er scheint wohl ein Multitalent zu sein. Einfach mal bei Facebook suchen.



Udo, vielen lieben Dank für die interessanten Einsichten. Ich werfe den Haken demnächst mal in Richtung Münster aus...


22. November 2014

T.E.R.M.I.N.E.

Bluesfreunde aufgepasst:

Die Mason Rack Band aus Australien konnte schon beim diesjährigen Bluesfestival in Schöppingen zahlreiche Zuschauer begeistern, das blues in Rhede darf sich also auf ein echtes Highlight freuen:

Sonntag, 30.11.2014, 19:00 Uhr
 



19. November 2014

Udo Hölscher - Scripted Reality


Rebeat - 22.10.2014 - 60:20 Min.

Die Songs:
  1.  Goodbye To You
  2. When I'm In Your Hand
  3. Strangers In A Foreign Affair
  4. Don't Walk Away
  5. Song For My Friend
  6. Saviour
  7. Before It's Too Late
  8. Words Of Grace
  9. Why
  10. Cryin'
  11. Broken Heart
  12. In Your Arms
  13. Alone On A Hill
  14. Walking On A Thin Line
  15. In Your Arms (Violin Mix)

 7 von 10 : De Pankoken is rund


Was fällt dem Münsterländer wohl spontan zum Thema "Musik aus unserer unmittelbaren Nachbarschaft" ein ? Die jugendliche Metal- oder Punkband aus Nachbars Garage, die, wenn es richtig gut läuft mal irgendwann vor ein paar mutigen Kumpels spielt ? Die Schulband-AG unter fürsorglicher Leitung des engagierten Musiklehrers ? Männergesangsverein, Kirchenchor oder vielleicht ein gewisser Udo Lindenberg, der im Sommer '46 als Kind zur Welt kam und auf das berühmte Gronauer D...D...Doppelkornfeld fiel ?

Wer weiß das schon, und überhaupt - was hat der Wahl-Burgsteinfurter und gebürtige Rheinenser Udo Hölscher überhaupt damit zu tun ?

Nun, Udo steckt irgendwie mittendrin, hat den Anfängerstatus lange hinter sich gelassen und arbeitet derzeit daran, seine Musik einem größeren Kreis näher zu bringen. 
Die aktuellste Musik von ihm lautet auf den Namen Scripted Reality und ist nach eigenem Bekunden ein ganz entspanntes Stück Musik geworden. Ich muss ihm Recht geben, sämtliche 15 Stücke transportieren eine locker-relaxte Grundstimmung und lassen sich besonders dann wunderbar hören, wenn der Alltagsstress mal wieder sein wahres Gesicht gezeigt hat.
Dabei ist die Musik aber eines eben nicht: Langweilig. 
   


Scripted Reality ist sicher eine Platte, die eher vom erwachsenen Jahrgang gehört werden wird als vom Nachwuchs, was sich erklären lässt. Udo hat in der Entstehungsphase seiner Musik neben Jackson Browne noch Edith Piaf und Jaques Brel auf dem Kopfhörer gehabt, also einen Mix aus gitarrenorientiertem Rock und französischen Chansons. 

Irgendwo in der Mitte dieser Stile hat es Udo wohl gepackt. Song For My Friend, Before It's Too Late oder Cryin' spiegeln die Sehnsucht und Melancholie dieser Musik recht gut wider, was von der Begleitung durch das Keyboard entsprechend unterstützt wird. Auf der anderen Seite, und das macht mir persönlich deutlich mehr Freude, bahnt sich hie und da auch mal eine dezent rauhere Seite ihren Weg. Strangers In A Foreign Affair war vom Fleck weg mein Favorit der Platte. Die bluesige Gitarre inklusive schönem Solo spielt hier eine Rolle...der markante Refrain, Udos rauherer Gesang, all das höre ich halt ganz gern. Alles in allem aber eben Musik, die das jüngere Publikum dezent umgehen wird.

 Doch genau hier punktet Scripted Reality, die Platte hält für den offenen Hörer eine ganze Menge bereit. Wer bereit ist, sich Zeit zu nehmen, sich auf Neues einzulassen, wird belohnt. Don't Walk Away darf als wundervolles Beispiel dafür herhalten. Ein gefühlvolles Saxophon begleitet einen Song voller Herz- und Trennungsschmerz...dick aufgetragen aber schön.


Die Emotionen sind es denn auch, die das Trademark dieser Platte ausmachen. Words Of Grace, Before It's Too Late oder In Your Arms...allesamt Titel die das Glas Wein, die flackernde Kerze und das knisternde Herdfeuer förmlich einfordern.

Also, rauf auf's Sofa, Decke drüber und Udo Hölscher's Scripted Reality auflegen...im Münsterland wird es wettertechnisch langsam Zeit für wirksame Gegenmaßnahmen.

18. November 2014

T.E.R.M.I.N.E.

Bitte gaaaanz dick im Kalender anstreichen:

Die Blueshifters spielen am kommenden Samstag im Mixed Altenberge. Uhrzeit: 21 Uhr

Wer also Lust auf geile Livemusik hat, sollte unbedingt reinschauen.


Hier der Link zur Band www.facebook.com/blueshifters

16. November 2014

Das Wertungssystem


Liebe Musikfreunde,
Platten wollen bewertet werden, und so soll das auch hier sein.

Und weil wir ja Mönsterlänner sind und immer einen plattdeutschen oder 
masemattigen Kommentar auf Lager haben, soll das auch hier so sein. 

Meine Wertungen liegen zwischen 1 und 10, wobei ich noch nie eine 1 vergeben musste, also keine Angst...allein der Wille zählt hier auch schon 'ne Menge !

10 - Kuranter Tokus
9 - ...jovel !!!
8 - Hoot af
7 - De Pankoken is rund
6 - Geiht so...
5 - Änners nix an
4 - Dat kost een
3 - Pegelbeschickert
2 - ...schofel !!!
1 - Brastig

Die Münsterhood - Neues aus der Nachbarschaft...

Noch ein kleiner Tipp für alle, die es nicht abwarten können:

Der gesuchte Musiker hat Ende Oktober eine Solo-CD namens Scripted Reality veröffentlicht und spielt zusammen mit seiner Gattin in einer hiesigen Blues-Band.

Na, dämmert's Euch ?

Wer ihn jetzt noch nicht erkannt hat muss leider noch ein paar Tage warten...

9. November 2014

Die Münsterhood - Neues aus der Nachbarschaft...

Schlag auf Schlag geht es hier weiter. 

Ich durfte am Freitag einen tollen Musiker aus Burgsteinfurt kennenlernen und in seinem Wohnzimmer interviewen. Wie seine neue Platte heisst, wer es ist und was er uns zu sagen hat...das erfahrt Ihr demnächst hier auf M-ROCKS. 

Ein kleiner Tipp von mir: Er spielte bereits auf der Nordwalder Bluesnacht im Vorprogramm der tollen Dana Fuchs...

7. November 2014

Zodiac - Sonic Child


Napalm Records - 29.September 2014 - 52:22 Min.
www.zodiac-rock.com/news 

Die Songs :
  1. Intro - Who I Am
  2. Swingin On The Run
  3. Sonic Child
  4. Holding On
  5. Sad Song
  6. Out Of The City
  7. A Penny And A Dead Horse
  8. Good Times
  9. Rock Bottom Blues
  10. Just Music
8 von 10 : Hoot af...


Mit den Münsteranern ZODIAC fällt mein allererster Beitrag direkt mit der Tür ins gerockte Haus. Die vier netten Jungs von Nebenan haben mit der dritten Veröffentlichung ihrer noch jungen Karriere vor allem eins geschafft : Sie haben mich überzeugt.

Mein feiner Herr Neffe hat ja vor zwei Jahren noch völlig erfolglos versucht, mich von der "Genialität" des Zodiac-Debuts "A Bit Of Devil" (2012) zu überzeugen...was ich schnöde ignoriert habe. 
Mit dem Nachfolger "A Hiding Place" fühlte ich mich in meiner Meinung eher bestätigt, irgendwie passte das nicht. Aber, und ich gebe es gerne zu, da werde ich wohl einiges nachzuholen haben, denn mit "Sonic Child" ist der Band ein verdammt großer Wurf gelungen.


Mit dem spacig-abgehobenen Intro, welches ich in dieser Form echt nicht erwartet hätte, zeigen ZODIAC gleich, dass ihre Musik für Schubladen schon jetzt eine Nummer zu groß ist. Mit Swinging On The Run bratzt mir Musik entgegen, die so unverschämt laidback und doch energisch daherkommt, dass ich dem gut informierten Familienmitglied (jaaaahaaaaa ist ja schon gut...) erneut Recht geben muss. Sänger Nick van Delft erinnert mich mit seinem relaxt-rauhen Organ unheimlich an den schwergewichtigen Nicky Moore, der seinerzeit Bruce Dickinson bei Samson ersetzt hat. Stefan Gall (Gitarre), Ruben Claro (Bass) und Janosch Rathmer am Schlagzeug halten ihrem Sänger wunderbar unverkrampft den Rücken frei, mir macht das einfach Spaß.


Mit dem Titelsong Sonic Child bekommen wir einen regelrechten Ohrwurm präsentiert, der mit seinem eingängigen Chorus und treibenden Klangteppich, von einer dezenten Orgel untermalt, unwillkürlich im Ohr hängen bleibt. Ob der Songtitel eine Hommage an The Cult und dessen Album "Sonic Temple" darstellt, weiss ich nicht, jedenfalls erinnert Nick van Delft neben oben erwähntem Nicky Moore schon auch ein wenig an Ian Astbury. Naja...es hätte die Welt schlimmer treffen können.



Neben einigen schnellen Rockern schaffen es ZODIAC immer mal wieder, für Abwechslung zu sorgen, was ich als angenehm empfinde. So lädt der Sad Song durchaus zur Entspannung ein, auch wenn er eher melancholisch "...I've been chasing, I've been facing the truth in this empty heart. It's just a sad song for when you're down..." daherkommt und zum Zuhören förmlich einlädt.

Die Grundstimmung auf Sonic Child ist jedoch von sehr solidem Gitarrenrock bestimmt, mal hart und dreckig (Holding On, Good Times), mal mit einer Portion Stoner-Rock in Out Of The City oder einem countryesken Schuss Americana in A Penny And A Dead Horse. Leider klingt das wunderschöne Album mit dem 9-minütigen Rock Bottom Blues dann auch fast schon wieder aus. Mit der bluesigen Nummer, die im weiteren Verlauf an Fahrt aufnimmt und dem abschliessenden Just Music, einem unaufdringlich-kraftvollen Abschlusssong mit einer funky Orgel hintenraus, nehmen ZODIAC mich aber endgültig gefangen.

Da mir die Songs im digitalen Format vorliegen, kann ich schlecht beurteilen, wie die Produktion klingt, da sind PC-Lautsprecher eher ein schlechter Ratgeber...



6. November 2014

T.E.R.M.I.N.E.

 

Noch kein Plan, was am Wochenende abgeht ?
Schon lange keine gute Musik mehr gehört ?

Morgen Abend im Blues Rhede hast Du die Gelegenheit an Deiner Situation etwas zu ändern...





Der COLOGNE BLUES CLUB, den ich wirklich wärmstens empfehlen darf, gibt seine 
Visitenkarte ab.

Mehr hier : Blues Rhede

5. November 2014

Die Münsterhood - Neues aus der Nachbarschaft...



Freunde der gepflegten Musik, ich darf Euch ein erstes Highlight "Made in Münsterland" ankündigen. Ich habe "Sonic Child", die aktuelle ZODIAC-Scheibe auf den Tisch bekommen und verrate wohl nicht zu viel, wenn ich ein heisses Eisen ankündige...

Mehr verrate ich in den nächsten Tagen, solange dürft Ihr Euch mit der Preview zum Album die Zeit vertreiben. Viel Spaß !